Saturday, April 24, 2010

Dirty Dancing

Hallo zusammen!
Viel Zeit ist wieder vergangen, einiges passiert...
Also erstmal waren wir ja White Water Raften. Das war recht cool. Soll wohl einer der besten Flüsse dafür sein – der Tully.
Dann haben wir wieder einige Wasserfälle gesehen. Die Wallaman Falls sind die grössten in Australien – 270m hoch. Wahnsinn! Echt gigantisch.
Die nächste Stadt war Townsville. Dort waren wir im Imax (3D-Kino) und haben das Auto reparieren lassen (Gott sei Dank!!!). Von dort startete auch die Tour nach Magnetic Island. Dort sind wir ein bissl gewandert, haben ein paar Koalas gesehen und wahnsinnig tolle Badebuchten! Eine schöne als die andere. Und “tuben” waren wir hier auch. Da wird man von einem Boot auf einem aufblasbaren Reifen hinterhergezogen. Recht spassig.
Dann waren wir noch an den Whitsundays segeln in einem pinken Catamaran namens Camira. Bei den Whitsundays soll ja auch der schönste Strand der Welt sein – Whitehaven Beach. Dort waren wir auch. Dummerweise war ja aber hier vor ein paar Wochen der Zyklon, der Hurricane. Naja, der Strand braucht wohl ein paar Jahre um sich davon zu erholen. Enttäuschend also. Naja.
Bei der grössten, bekanntesten und beliebtesten Rum-Distillery waren wir dann auch noch. In Bundaberg. Wer schonmal in Australien war, hat davon schon gehört. Bundy ist DER australische Rum. Bissl verkosten durfte man auch, also alles super ;)
Und inzwischen sind wir seit knapp 2 Wochen auf Fraser Island. Fraser Island ist eine riesige Sandinsel. Und wir arbeiten hier. Ich wieder als Bartussi, Joe als Tellerwäscher. Ein Freund von uns aus Exmouth arbeitet hier als Koch, und dadurch sind wir an den Job rangekommen. Ist ein riesiges Resort und wir wohnen im “Staff Village”, dem Angestellten-Dorf. Sieht aus wie in Dirty Dancing. So mit Holzhütten auf Stelzen, einer Angestellten-Bar, Sandwege durchs Gestrüpp. Echt lustig. Und alles sehr sozial, da man eben gemeinsam isst, abends trinken geht, etc. Alles sehr relaxt und ein paar tolle Menschen hier. Gleich die ersten paar Tage habe ich auch Besuch bekommen. Ein Kollege von Micronas, meiner Diplomarbeitsfirma und gleichzeitig mein Badminton-Gegner in Muenchen war hier. Ja, mein erster deutscher Kontakt seit Ewigkeiten! Also persönlicher Kontakt. *seufz Die Insel hat ein paar coole Sachen zu bieten. Lake McKenzie ist ein wahnsinniger toller See, mit extrem weichem und klarem Wasser! Dazu richtig feinkörniger Sand, eine tolle Kombination! Dann gibt es noch die Maheno hier. Ein Schiffswrack von ca. 1930 glaub ich. Liegt halt so am Strand rum, ein riesiges Schiff. Toll! Dann noch die Champagne Pools, Löcher im Felsen, die eben kleinere Swimming Pools bilden, auch sehr beeindruckend. Die Insel (world Heritage) ist also pure Natur. Es gibt auch keine Asphaltstrassen (ausser im Resort), alles Sandstrassen. Der perfekte Ort zum noch Geld auftanken, da wir gleichzeitig eben auch alles extrem günstig bekommen: Fähre, wohnen, essen. Wir werden hier noch eine Woche bleiben und dann gehts weiter zum finalen Abschnitt.
Also es geht mir gut. Und für alle, die es noch nicht wissen: ich werde wohl im Juli nach Deutschland zurückkehren.

Viele Gruesse!
Die dorina

Monday, March 22, 2010

on the fast track

Guten Tag!
Ich habe inzwischen die Ostkueste erreicht! Nach Alice gab es nicht viel zu sehen. Das Wetter, der Regen hat auch vielen Einfluss auf unsere Plaene gehabt. Das nervt echt etwas. Hatte gehofft, die Regenzeit ist dieses Jahr etwas frueher vorbei, aber war wohl nix. Naja. Zwischen Alice Springs und Cairns war also nicht viel. Ein paar kleinere Staedtchen mit kleineren Sehenswuerdigkeiten. Und ein grosser Aufruhr!! Ich hatte mein Handtasche vergessen! und es erst 500km spaeter bemerkt! In der Handtasche war alles! Kreditkarte, Reisepass, ALLES! Oh man! Was ein Schock! Dann aber die Erloesung: Die Handtasche war noch da! Glueck im Unglueck.
Dann also Cairns. Fuer mich der Ort, um zum Great Barrier Riff zu gehen. Und war gut! Da ich sehr kurzfristig gebucht hatte, gabs nochmal 100 Dollar Rabatt (Endpreis 500 Dollar). Und dann folgten 3 Tage tauchen, tauchen, tauchen. Puh, echt anstrengend. Aber toll! Haben echt vieles gesehen. Haie, Schildkroeten, Rochen und viiiiieele andere Fische, von denen ich den Namen entweder gar nicht oder nur auf Englisch weiss. War schon gut! Bei den Nachttauchgaengen mit den Haien wars aber schon etwas gespenstisch.... Und mein Dive-Buddy (hat man, da man nicht alleine tauchen darf) und ich hatten etwas Navigationsschwierigkeiten. *g* War lustig und peinlich. Aber wie soll man auch wissen, dass die Stroemung einen 100m weiter getragen hat?! (ja, ich denk die Stroemung war schuld) ;) Insgesamt definitiv toll, aber soooooo gut ist das Riff auch nicht. War auch die Meinung von erfahreneren Tauchern auf dem Boot. Aber ok, muss man gemacht haben.
Von Cairns gings nach Cape Tribulation. Einer der wenigen Orte, wo Regenwald auf Ozean trifft. Sehr huebsch, leider Regen. Und Cape Trib war wohl auch der noerdlichste Punkt an der Ostkueste fuer mich. Cape Yorke ist unter Wasser und das wohl noch bis Ende April. Sehr schade! Denn dort wollt ich auch hin.
Wie auch immer, dann halt weiter gen Sueden. Tolle Wasserfaelle und Wasserloecher. Und morgen gehts White Water Rafting auf dem Tully River. *freu*
Soweit also von mir.
Offensichtlich war ich recht lange weg.... Jena steht ja auf Platz 6! Der Wahnsinn! Ich sag nur Aufstieg! :D
Viele Gruesse
Dorina

Tuesday, March 2, 2010

Die Weiterreise

Ja, so schnell sind zwei Wochen rum.... Schon wieder zwei Wochen auf Tour.
Der Abschied aus Darwin fiel recht leicht. Ein kleines Abschieds-BBQ und damit wars das. Los gings dann...
Der erste Stopp war wieder mal Litchfield. Dort waren wir schon 3,4 Mal, aber ist immer wieder schön. Und beim Campen diesmal wurde es noch besser! 2 kleine, süsse Rock-Wallabies direkt neben dem Zelt, voll süss!!! (kurz gesagt: Wallabies sind eine kleinere Form der Kängurus)
Dann hiess es ein bisschen fahren und der naechste Stopp waren die Heissen Quellen in Mataranka. Wasser ok, aber die Fledermäuse!!! Wahnsinn! Massen! Ich hoffe, ich hab die Fotos bald fertig, dann stell ich das mal rein. Ist echt unglaublich. Und das Geschrei....
Naja, wie auch immer. Die Devils Marbles waren das nächste Ziel. Sehr schön! Ich weiss nicht, wieso gerade Australien soviel tolle Rockformationen auf dem Kontinent hat, aber es ist immer wieder beeindruckend!
Gecampt wurde die Nacht in Wycleff Well, dem UFO-Sichtungsort Nummer 1 in Australien. Merkwürdigerweise nur ein paar Hundert Kilometer entfernt von einem Geheimlabor der australischen CIA... no comment!
Dann ging es auch schon nach Alice Springs, wo wir uns aber nicht lange aufgehalten haben. Reserven wurden aufgestockt und weiter gings in die West Macdonell Ranges. Tolle Rockformationen, natürliche Pools, Felsen. Und das geilste: Wilde Pferde! Wie im Film! Der schwarze Hengst pflegt gerade noch sein Fell im Schmutz, im nächsten Augenblick springt er auf und galoppiert mit wehender Mähne davon. Bin ja jetzt kein Pferde-liebhaber, aber das hat schon was!
Der nächste Stopp war dann Uluru, oder auch Ayers Rock. Was sol ich sagen? Ein Fels. Nicht mehr und nicht weniger. Ein grosser, zugegeben. Für die Aboriginies ein Heiligtum mit extrem viel Geschichten, die sich um den Fels ranken. Sie bitten Besucher ihn nicht zu besteigen. Da die gesamten 3 Tage während wir dort waren immer Regen war, war der Weg eh gesperrt. Ich weiss nicht, ob ich sonst raufgeklettert wär. Wegen der vielen Wolken haben wir leider auch das Glühen im Sonnenuntergang nicht gesehen :( Das war echt schade. Die Olgas, oder auch Kata Tjuta sind auch nebenan. In meinen Augen, und besonders nach der Wanderung im Valley of the Winds, viel schöner und beeindruckender. Sehr zu empfehlen.
Getoppt wurde es nur noch vom Kings Canyon! GEIL! Wirklich Hammer! Und hat es auf jedenfall in die Top3 geschafft (Navy Pier Tauchen, Karijni National Park und Kings Canyon) JEDER MUSS die Wanderung dort machen! Es gibt dort den Garten von Eden! und wirklich, Palmen, Fels, Wasserloch, so wie man ihn sich vorstellt. Wie gesagt, ich beeil mich mit den Fotos...
Ja, und inzwischen sind wir wieder in Alice und bleiben diesmal eine Nacht.
ja, zusammengefasst ist es gut wieder "on the road" zu sein.

hoffe es geht euch gut!
viele gruesse
die dorina

Wednesday, February 3, 2010

Das Territory

So, da nun endlich die langersehnte Weiterfahrt naht, möchte ich einmal einige Eindrücke aus dem Norden Australiens, dem Northern Territory, schildern.
Zum einen gibt es Natur. Wahnsinn! Man sitzt abends bei immernoch 28 Grad im Garten, die riesigen Fledermäuse fliegen von Palme zu Palme, eine Ratte (Palmenratten??) balanciert auf dem Zaun, die Mücken schwirren herum, versuchen ihren Weg durch die Moskitokohlenluft zu finden. Noch toller sind die Geckos. Und zwar die, die auf zwei Beinen laufen. Sie flitzen bzw. wackeln oder watscheln durch die Gegend. Herrlich! So ulkig. Nicht vergessen darf man sicher auch die Kakerlaken. Ist die Fliegentür offen hat man gleich einen solchen "Freund" durchs Haus rennen und die deutschen Kakerlaken sind NIX!! im Vergleich zu den Australischen. Weiter ausserhalb der Stadt kommen ausserdem die Schlangen hinzu, die immermal wieder ihren Weg zum Haus suchen. Gestern erst haben wir eine Python beim Angeln gesehen! Sie wurde wahrscheinlich von der Flut überascht (zwischen Ebbe und Flut sind hier bis zu 8m Höhenunterschied! das ist sehr viel!) und aus den Mangroven gewaschen und hat sich nun krampfhaft am Steg festgehalten, bis ein Angler sich erbarmt und sie gerettet hat. Sie war mit Sicherheit 1,5m lang! In der Nähe von Gewässern ist man hier eh etwas vorsichtiger. Sobald man nicht zum Grund sehen kann, nimmt man lieber einen Schritt zurück. Die Krokodile sind hier allgegenwärtig und geniessen hohen Respekt!
Die Menschen...ja, die Menschen. Also grundsätzlich ist Darwin (und ich denke das gesamte Northern Territory) etwas zurückgeblieben, nicht nur technisch. Die Männer denken, sie sind halt noch richtige Männer weil sie schwitzen und stinken und sich abends im Pub ne Stripshow angucken, während sie sich die Birne wegballern. Der liebe Alkoholgenuss verlieh Darwin dann wohl auch die Ehre, die "Hauptstadt der gebrochenen Kieferknochen" zu werden. Herzlichen Glückwunsch! Die Aggressivität ist erschreckend und wenn man hier abends weggeht, wird man , gewollt oder ungewollt, ein Teil davon. Joe hatte eine ziemlich ramponierte Nase für eine Weile. Ein Franzose vom Restaurantjob wurde übel zugerichtet auf dem Nachhauseweg und ein Brite hat dann gleich seine Geschichten zum besten gegeben, 3x überfallen (hauptsächlich Aboriginies) und einige Verletzungen. Wie auch immer, natürlich gibt es auch die andere Seite. Es soll wohl auch sophisticated (kultivierte) Kreise geben. Aber wahrscheinlich nur ab 40 aufwärts.... Aber es ist nicht alles schlecht!!! Der "gemeine Arbeiter" mag Alkoholiker sein, aber das macht keinen schlechten Menschen aus ihm! Nur um das mal festzuhalten.
Ein weiterer Aspekt, der in Darwin sehr deutlich wird, ist das Problem der Aboriginies. In Deutschland gibt es häufig das Bild des Ureinwohners, der aus seiner Heimat vertrieben wurde. Das mag so auch stimmen. Eine Weile wurden ihnen die Kinder weggenommen und in Waisenheime gesteckt, die Dörfer weggenommen etc. Inzwischen bezahlt der Staat ihnen die Häuser, gibt ihnen Land zurück etc. Auf jeden Fall sieht man in den Städten sehr viele unschöne Sachen. Betrunkene Aboriginies sind immer extrem laut und pöbeln wahnsinnig viel. Die Gesichter der Frauen sind entstellt von gewalttätigen Familienangehörigen. Ein öffentlicher (und kostenloser) Pool wird zur Reinigung genutzt. In denen vom Staat zur Verfügung gestellten Häusern werden im Wohnzimmer Lagerfeuer gemacht, weil "das halt so Tradition ist". Naja, gibt wohl grosse Unterschiede zwischen den Aboriginies, leider fallen immer die negativen Beispiele mehr auf.
Ja, das sind so grundsätzlich meine Eindrücke aus Darwin. Sehr interessant auf jeden Fall. Und jetzt arbeite ich noch höchstens 7 Werkstage, habe zwei Tage frei und verschwinde! Ich kann es nicht erwarten die (angeblich zivilisierte) Ostküste zu erreichen! Und dann mal gucken, wie weit mein Geld mich bringt.
Viele Grüsse aus Darwin!
Die Dorina

Monday, January 11, 2010

2010

Guten Abend miteinander und erstmal noch ein verspaetetes Frohes Weihnachtsfest und ein Frohes Neues.
Ich hoffe meine W-Karten sind angekommen. Hab mir soviel Muehe gegeben ;)
Weihnachten und Silvester waren recht unereignisreich. Weihnachten (der 24.12.) ist hier quasi ein normaler Tag, ich hab mir aber freigenommen und Apfelstrudel gebacken. Gar nicht mal unlecker! Abends gab es Weihnachtsfeier vom Restaurant. Auch sehr lecker *g* und "all you can drink". Ja, war ein guter Abend.
Am 25. sind wir nach Litchfield gefahren, mit Joe, Joes Vater, Joes Schwester und Joes Vaters Freundin (klar, oder) War so lala. bissl geniesselt hats, aber immernoch 30 Grad. Abends gabs ein paar Geschenke, ein bissl essen und das wars. So war mein Weihnachten. Zwischen Weihnachten und Neujahr gings natuerlich arbeiten. Silvester auch, bis 10 Uhr abends. Aber wenn mich mein Chef an Silvester hinter die Bar stellt, muss er mit ein paar Wodka-Einbussen rechnen, auch klar, oder?! Naja, leicht angesaeuselt hab ich dann Arbeit verlassen und bin in die Stadt, wo wir einfach bis ca 2 Uhr rumgehangen und getrunken haben. Nicht sonderlich ereignisreich. Aber was solls.
Ja, mein Alltagsleben hat sich etwas veraendert. Wir sind umgezogen. Wir wohnen jetzt mit Becc, 32, und David, 28 zusammen. David ist Deutscher (mit australischem Pass, weil hier geboren) und erst vor nem halben Jahr hierher ausgewandert. Becc ist aus Sydney hergezogen. beide sehr nett. Und definitiv ein angenehmeres Wohnen als mit Joes Vater und dessen Freundin.
Ausserdem hab ich meinen Zweitjob (den Restaurantjob) gekuendigt. Goenn mir jetzt ein bissl Freizeit. Hat auch gleich zu uebermaessigen Alkoholkonsum am Samstag gefuehrt...
Ansonsten alles beim alten. Es sind 30 Grad, ab und zu regnets jetzt. Auch mal laenger und mit tollen Gewittern. Nicht zu vergleichen mit -20 Grad... :D David und ich machen uns regelmaessig drueber lustig *g* Ob ich Darwin Ende Januar verlassen kann, steht ein bisschen in den Sternen. Wenn die Regenzeit hier so weitergeht wie sie angefangen hat, wird der Highway wohl gesperrt sein. Und Kings Canyon steht wohl gerade eh unter wasser (selbst Alice Springs hat 50cm Regen in 20 Stunden abgekriegt).

Nagut, solls schon gewesen sein. Alles bissl zerstueckelt, aber ich wollt mich zumindest mal melden.
Lassts euch gut gehen!
dorina

Saturday, November 21, 2009

Alltag

Der Alltag hat mich wieder, es heisst wieder arbeiten. Montag bis Freitag steh ich 5 Uhr auf und fang 6 Uhr an zu arbeiten. Mein dayjob ist in einem grossen Warenhaus, dass Doerfer, Aborigini-Gemeinden und kleinere Supermaerkte beliefert. Meine Aufgabe sind die zurueckkommenden und die nicht gelieferten Waren. Zurueckgekommene muessen weggepackt werden und bei nicht gelieferten wird nachgeforscht, ob die Ware irgendwo “haengengeblieben” ist. Alles extrem unspannend. Aber es nennt sich ganz wichtig “Administrator”. Lol
Naja, sehr uninteressanter, langweiliger Job in einem schlecht-organisierten, fast ohne Computer auskommenden Warenhaus (der Begriff “papierlos” ist hier unbekannt) Das ganze geht bis 14:30. Dann gehts heim, vielleicht in den Pool gesprungen, mit dem Hund gespielt, am Rechner gesetzt, Zeitung gelesen, sowas halt.
An vier Tagen die Woche gehts dann gegen 6 Uhr ins Restaurant und dort noch ca. 3 Stunden geschafft. Leere Teller und Glaeser abraumen, Getraenkebestellungen entgegennehmen, Getraenke machen und servieren. Das ganze Arbeiten nimmt mit 50-60 Stunden die Woche recht viel Zeit ein, meist bin ich den Rest der Zeit muede (5 Uhr aufstehen!!!!)
Aber versuchen trotzdem ab und an kleinere Ausfluege zu machen. Ein Wochenende waren wir im Litchfield National Park. Diesmal zu den weniger touristischen Sachen, was heisst Allradstrecken ;) Endlich das Auto mal wieder dreckig gemacht. Lost City sind Steingebilde, die vor zigtausend/millionen Jahren unter Wasser waren. Jetzt siehts ein bisschen aus, wie verlassene Haeuser. Recht cool. Dann gings zu einem alten Gehoefft mit anliegender Zinnmine. Naja, Wellblechhuette halt...
Der naechste Stop und gleichzeitig Schlafplatz war ein Wasserfall. Abends am Lagerfeuer gequatscht und paar Bierchen getrunken. Am naechsten Morgen zum Wasserfall gewandert, auf dem Weg von Bremsen zerstochen wurden, aber dann ein erfrischendes Bad nehmen koennen. Am Tag zuvor war ein recht grosser Sturm durch die Gegend gezogen. Jetzt mussten alle 10m Baeume aus dem Weg geraeumt werden, Allradstrecke halt. Nervig. Der Wasserfall auf dem Weg , Surprise Falls, war dann auch ueberaschend unspektakulaer. Naja, dann halt “nach Hause” und Sonntag abend arbeiten.
Ein anderer Tag, ich hatte mir vom Tagjob “freigenommen”, waren wir im Territory Wildlife Park. Und das beste kam gleich am Anfang, die Rochenfuetterung. Und wir durften mitmachen. Die sind total weich auf der Unterseite!!! voll lustig, wenn sie ueber die Fuesse schwimmen. Hihi! Die Oberseite fuehlt sich an wie Sandpapier. Jaja, das war toll. Dann gabs noch eine kurze, aber beeindruckende Raubvogelschau, ein Haus mit nachtaktiven Tieren, ein Aquarium, einen riesigen Vogelkaefig und noch Wasserloecher mit den dazugehoerigen Tieren, Schildkroeten, Kraniche, Fische, Suesswasserkroks, etc. Ein anderer Abend war der letzte Mindil Market, ein grosser Touristenmarkt mit kleinen Shows, leckerem Essen und anderen tollen Sachen. Ja, gegessen haben wir gut, auch ein paar tolle andere Sachen gekauft und letztendlich das Abschlussfeuerwerk angeschaut. Hoert sich vielleicht nicht so spannend an, aber die Atmosphaere auf dem Markt laesst sich schwer beschreiben, recht kuenstlerisch, laut, voll, an jeder Ecke andere tolle Kleinigkeiten. Die beste Show war die Reptilienshow und der Moderator war am Ende blutig im Gesicht. (Die Schlange war wohl doch hungrig...). Auch super war “Emdee”, 2 Schlagzeuge und 4 Didgeridoos und rauskommt Drum'n'Bass. Kann man sicher bei youtube mal gucken.
Und einen letzten Ausflug will ich hier noch beschreiben. Letzten Sonntag erst waren wir im Shady Camp, ein Ausflugsziel zum fischen, campen und Outdoorzeugs halt. Wir waren dort zum fischen. Aber ich fand die Kroks viel interessanter ;) ein, zwei recht grosse sind da drin (von dem was ich gesehen hab) und bestimmt 10-20 kleinere. Wir sind nur mal 100m das Ufer hoch, da haben wir allein 6 bei der Mittagsruhe gestoert. Voll krass. Und voll nah!! Ist schon ein kleiner Adrenalinschub, wenn 2m vor einem das Krokodil ins Wasser rennt. *g* Aber das gehoert hier zum Leben.

Ja soweit erstmal von hier.
Lassts euch gutgehen!

Dorina

Wednesday, October 14, 2009

KROKODILE!!

Ja, also weiter gings nach Darwin.
Auf dem Weg zuerst die Gibb River Road, die “letzte richtige Abendteuerstrasse”. Naja, das ist wohl eher Touristenverarsche. Es gab ein paar tolle Sachen dort: Tunnelcreek, ein Flusslauf, der sich durch den Fels gefressen hat und so ist ein natuerlicher Tunnel entstanden. Ziemlich cool. Die Windjiana-Schlucht mit echt vielen Suesswasserkrokodilen. Die Bell-Schlucht war toll zum schwimmen unterm Wasserfall. Galvan-Schlucht hatte auch einen tollen Wasserpool am Ende und sah super aus. Am Ende der Strecke war ein Resort namens El Questro, und das war wohl der Abenteuerpart auf der Strecke. Da gabs tatsaechlich ein paar Strecken, die ich meinem Auto nicht zugetraut habe und eine heisse Wasserquelle, die superklar war und super zum relaxen. Das wars dann schon zur “Abenteuerstrecke“.
Weiter gings mit El Grotto, ein Sandsteinschlucht mit Pool am Ende. Sah aus wie im Film! Die Wurzeln der Baeume haengen an den Felsen herunter, super viele Wasserechsen, Sandsteinfelsen. Echt super. Der naechste Hoehepunkt war Ivanhoe Crossing. Die Australier bauen nicht ueber jeden Fluss ne Bruecke, wieso auch?! Haben ja alle Allrad ;) Naja, das Wasser war dann doch ein bisschen tiefer als gedacht, die Stroemung war auch recht stark.... aber wir habens geschafft!!! Ein bisschen Wasser im Scheinwerfer, das Auto hat ein bisschen gehustet, aber alles gut :)
Das Wetter wurde immer waermer, das Schlafen im Auto war quasi unmoeglich, also in der naechsten kleineren Stadt namens Kununnara auf dem Campingplatz halt gemacht und ausgiebig den Pool genutzt. Das Schwimmen in anderen Gewaessern ist nur bedingt zu empfehlen. Vielleicht findet man doch einen Freund, der einen zum anbeissen findet, hoert auf den namen Krok. Dann gabs noch eine kleine Hoehle, einen tollen Wasserfall (Edith Falls) und dann gings auch schon in den beruehmten Kakadu National Park.
Da gabs dann auch wieder ein paar tolle Wasserfaelle, tolle Schluchten und Aborigini-Kunst. Im Grossen und Ganzen ist Kakadu ueberbewertet. Es gibt schon tolle Wasserfaelle und Schluchten, aber in den wenigsten ist es sicher zu schwimmen und tut mir leid, wenn ich ich wiederhole, aber Karijini ist einfach so viel besser ;)
Und dann war auch schon Darwin erreicht. Hier kommen wir gerade bei Joe's Vater unter, der ein Zimmer frei hat. Gleich am Anfang haben wir auch ein paar Freunde aus Exmouth hier, das war ganz cool. Ansonsten war die meiste Zeit von Arbeitssuche ueberschattet. Inzwischen bin ich wieder Bedienung in nem recht guten Restaurant und morgen starte ich noch nen Job fuer tagsueber, mal gucken wie der wird.
Was cooles hab ich gemacht: im Crocodylus Wildlife Park ausgeholfen. Die setzen jedes Jahr Krokodile um, damit die groesseren nicht die kleineren auffressen. Die Krokodile kriegen Elektroschocks, die sie einigermassen ruhig stellen, dann tragen die Freiwilligen die Kroks zu Tischen auf denen sie gemessen werden, dann werden sie in grosse Badewannen gepackt und zu ihrem neuen Zuhause gebracht. Die meiste Zeit haben sie Tape uebern ihrem Maul und den Augen, der kritische Punkt ist also das Freilassen, wenn man das Tape abnimmt. Aber alles gut. Hat Spass gemacht, hab bissl mit Krokodilen spielen koennen, war gut. Den anderen Tag haben sie aber auch welche umgebracht, die jetzt zu Handtaschen, Steak, und Guerteln gemacht werden. Krass, krass.

Ja, soviel dazu.
Bis bald und liebe Gruesse :)
Dorina